Vita

„Eine Klasse für sich! Sebastian Knauer überzeugt wie nur wenige Pianisten, mit Genauigkeit und unsentimentaler Nachempfindung.“

ARTE TV Kulturjournal

 

Seit seinem Konzertdebüt mit 14 Jahren in der Laeiszhalle seiner Heimatstadt Hamburg, kann der Pianist Sebastian Knauer inzwischen auf eine über 30 Jahre dauernde Konzertkarriere zurückblicken. Das seriös wirkende „Understatement“, kombiniert mit höchster Musikalität, prägt sein Spiel und seinen Stil, hat ihm zahlreiche Erfolge eingebracht und seinen Namen in der internationalen Musikwelt fest etabliert.

 

In über 50 Ländern auf 4 Kontinenten hat er bereits konzertiert und besucht dabei immer wieder bedeutende Bühnen, wie das Konzerthaus und die Philharmonie in Berlin, die Kölner und Münchner Philharmonie, das Gewandhaus Leipzig, das Concertgebouw Amsterdam, die Wigmore Hall London, das Théatre des Champs - Elysées Paris, die Tonhalle Zürich, das Wiener Konzerthaus, das Auditori Barcelona, den Sala Verdi Mailand, oder in Übersee den Lincoln Center New York, die Koerner Hall, Toronto, das Herbst Theater San Francisco, die Knight Concert Hall Miami, das Téatro Municipal in Sao Paulo und Rio de Janeiro, die Oriental Concert Hall in Shanghai, die Forbidden City Concert Hall Peking, die Toppan Hall Tokio oder dem Performing Arts Center Hong Kong.

 

Sebastian Knauer sehr umfangreiches und vielseitiges Repertoire spiegelt sich in seinen inzwischen über 15 CD-Veröffentlichungen wieder. Für seine CD „ÜBERBACH“ wurde er 2017 mit dem Klassik ECHO ausgezeichnet.

 

Mit dem Dirigenten Sir Roger Norrington verbindet er seit vielen Jahren eine besonders enge Zusammenarbeit und Freundschaft. Bereits 2006 hat er mit ihm und der Camerata Salzburg eine Mozart CD bei Warner Classics veröffentlicht, die von der ZEIT als eine der besten Mozartaufnahmen aller Zeiten bezeichnet worden ist. 2011 erschien dann bei Berlin Classics eine weitere gemeinsame Aufnahme, „Bach & Sons“ gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester. 2017 entstand die Aufnahme „Bach & Sons II“.

 

Beide Einspielungen erhielten international höchstes Lob. Von „Brilliant“ (Stern) über „Fantastisch“ (Neue Zürcher Zeitung) bis zu „Exzellent“ (Die Presse Wien) mangelte es nicht an Begeisterung der Presse.

 

Im Oktober 2013 erschien die von ihm selbst produzierte CD mit Sir Roger Norrington, „Vienna 1789“ mit Klavierkonzerten von Mozart und Beethoven. „Großer Wurf“ (Fono Forum), „Ein Genuss“ (RBB Berlin), „Unglaubliche Anschlagskultur“ (BR Klassik) waren u.a. die jüngsten Zitate der Presse dazu.

Die vergangenen Aufnahmen für Berlin Classics, Warner Classics, Deutsche Grammophon und Naxos umfassen Werke von Mozart, Haydn, Beethoven, Mendelssohn und Schubert sowie von den amerikanischen Komponisten Gershwin, Barber, Bernstein und Copland. Das mit seinem Duopartner Daniel Hope gemeinsam eingespielte Projekt „East meets West“ wurde 2005 mit einem Klassik – Echo und einer Grammy – Nominierung ausgezeichnet. Sebastian Knauer hat gerade einen Vertrag mit Sony unterschrieben. Die erste CD – Veröffentlichung ist für Ende 2019 geplant.

 

Sebastian Knauer hat mit zahlreichen Dirigenten gearbeitet, wie Fabio Luisi, Jaime Martin, Thomas Hengelbrock, Neeme Järvi, Vladimir Fedosseyew, Vladimir Spivakov, Ingo Metzmacher, Philippe Entremont, John Axelrod, Markus Poschner, Jesús López Cobos, Simone Young, Michael Sanderling oder Jaap van Zweden.

 

Mit den Philharmonikern Hamburg spielte Sebastian Knauer zyklisch alle 27 Mozart-Konzerte, mit den Bamberger Symphonikern sämtliche Haydn-Konzerte, beide Orchester vom Klavier aus leitend. Er konzertierte außerdem mit der Dresdner Staatskapelle, dem NDR Symphonieorchester, dem Konzerthausorchester Berlin, dem Philharmonia Zürich, Bournemouth Symphony, dem Orchestre de Chambre de Paris, dem Wiener Kammerorchester, der Camerata Salzburg, den Luzern Festival Strings, dem Chamber Orchestra of Europe, den Orquesta Nacional de España, dem Orquestra Sinfònica de Barcelona i Nacional de Catalunya, dem New York City Opera Orchestra, dem New Century Chamber Orchestra San Francisco und dem Shanghai Philharmonic.

 

Der Kammermusik sehr eng verbunden, musiziert er in zahlreichen Projekten mit so großartigen Kollegen wie dem Emerson String Quartet, dem Philharmonia Quartett Berlin, Renaud Capuçon, Sabine Meyer, Albrecht Mayer, den Cellisten Sol Gabetta, Jan Vogler und Alban Gerhardt, den Sängern Anne Sofie von Otter, Bernarda Fink, Christiane Karg, Mojca Erdmann, Michael Schade, Olaf Bär und (zu Lebzeiten) Hermann Prey sowie dem Choreographen John Neumeier und den Schlagzeugern Steward Copeland („The Police“) und Jason Marsalis.

 

Außerdem war er 2016 Mitbegründer des Projekts „Hamburger Piano Sommer“, wo er gemeinsam mit den Pianisten Martin Tingvall, Axel Zwingenberger und Joja Wendt vier verschiedene Genres in einem Konzert verbindet. Bis zu vier ausverkaufte Abende in der Hamburger Staatsoper hintereinander oder auch zuletzt mehrere tausend Zuhörer beim Klassik Open Air am Berliner Gendarmenmarkt zeigt den großen Zuspruch dieser einzigartigen Kombination.

 

Er ist regelmäßiger Gast auf Festivals wie dem Schleswig Holstein Musikfestival, in Mecklenburg Vorpommern, dem Rheingau Musikfestival, Klavierfestival Ruhr, Beethovenfest Bonn, Musikfest Bremen, Schubertiade Hohenems, Wien, den Salzburger Festspielen, Gstaad, Vevey/Montreux, Bath, London, Colmar, Lincoln Center New York, Ravinia, Savannah, Santo Domingo sowie dem Shanghai Arts Festival.

 

Durch sein öffentliches Engagement für zahlreiche, wohltätige Institutionen, aber auch durch sein großes Interesse am weltpolitischen Geschehen, macht er immer wieder durch besondere Projekte von sich reden. Am, 13.7.2017 spielte und organisierte er zusammen mit dem Hamburger Abendblatt ein Sonderkonzert für über 1000 Polizistinnen und Polizisten mit ihren Partnern im Großen Saal der Elbphilharmonie Hamburg. Das Konzert nannte er „RESPEKT“, als ein Zeichen der Anerkennung für deren Einsatz im Rahmen der schweren Ausschreitungen während des G20 Gipfels in seiner Heimatstadt.

 

Das Repertoire von Sebastian Knauer ist daher besonders vielseitig und umfangreich. Immer wieder sucht er neue Schwerpunkte, die er in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellt.

 

Seit 2001 hat er zahlreiche „Wort trifft Musik“ – Programme geschaffen, in denen stets ein Komponist im Mittelpunkt steht. Sebastian Knauer konzipiert dabei auch die Texte über dessen Leben, die von Schauspielern auf der Bühne rezitiert werden. Mit inzwischen über 200 Auftritten dieser Art hat er regelmäßig Hannelore Elsner, Martina Gedeck, Iris Berben, Gudrun Landgrebe, Barbara Auer sowie Klaus Maria Brandauer und Ulrich Tukur an seiner Seite. Einige Programme sind auf CD erschienen, so wie „Bettina v. Arnim und Ludwig v. Beethoven - In einem Weltmeer von Harmonie“ bei der Deutschen Grammophon.

 

Die bereits immer vorhandene Begeisterung für das Organisieren, hat Sebastian Knauer 2012 mit der Gründung seines eigenen Festivals mozart@augsburg, dessen Künstlerischer Leiter er zusätzlich ist, bestätigt. Jeweils in der ersten Septemberhälfte, veranstaltet und programmiert er in der Mozartstadt Augsburg Konzerte, wo er Künstler wie András Schiff, Menahem Pressler, Philippe Entremont, Sir Roger Norrington, Daniel Hope, Jan Vogler, das Emerson String Quartett, Lars Vogt, Christian Tetzlaff, das Artemis Quartett, Hannelore Elsner, Klaus Maria Brandauer, Alfred Brendel, Rudolf Buchbinder, das Zürcher Kammerorchester oder den Wiener Concertverein präsentiert.

 

Das größte Konzert, welches er dort durchführte, war in 2017 ein Konzert des Orchesters und Chors des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Mariss Jansons mit dem Mozart Requiem.

Seit 2017 konzipiert er ausserdem die Internationale Musikfestwoche Bad Berleburg.

Im Jahr 2020 wird Sebastian Knauer seine Festivaltätigkeit weiter ausbauen und für die Stadt Aachen ein Beethovenfest konzipieren.

 

Sebastian Knauer lebt in seiner Heimatstadt Hamburg, in der er 1971 geboren wurde und mit der er familiär seit dem 18. Jahrhundert eng verbunden ist.